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Badminton Informationen aus VIVIPEDIA äh Entschuldigungnatürlich aus WIKIPEDIA http://www.wikipedia.com Wikipedia ist die freie Enzyklopädie für alle Internetnutzer Badminton ist ein Rückschlagspiel, das mit einem Federball (Shuttlecock)
und jeweils einem Badmintonschläger pro Person gespielt wird. Dabei versuchen die Spieler, den Ball so über ein Netz zu schlagen, dass die Gegenseite ihn nicht den Regeln entsprechend zurückschlagen kann. Es kann sowohl
von zwei Spielern als Einzel, als auch von vier Spielern als Doppel oder Mixed gespielt werden. Es wird in der Halle ausgetragen und erfordert wegen der Schnelligkeit und der großen Laufintensität eine hohe körperliche
Fitness. Weltweit wird Badminton in mehr als 160 Nationen von über 14 Millionen Spielern wettkampfmäßig betrieben.Der Begriff Badminton wird oft fälschlicherweise mit dem Freizeitspiel Federball
gleichgesetzt, das im Gegensatz zu Badminton möglichst lange Ballwechsel zum Ziel hat, während Badminton ein Wettkampfsport ist und nach festen Regeln gespielt wird. Doppel-Halbfinale zwischen Brasilien
und den USA bei den Panamerika-Spielen 2007 Doppel-Halbfinale zwischen Brasilien und den USA bei den Panamerika-Spielen 2007 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines
2 Geschichte 2.1 Entwicklung in Deutschland 2.2 Badminton international 2.3 Olympische Sportart 3 Das Spiel 3.1 Spielfeld
3.2 Schläger 3.3 Spielball 3.4 Technik 3.4.1 Schlägerhaltung 3.4.2 Schlagarten 3.4.3 Schlagbereiche 3.4.4 Aufschlag
3.4.5 Lauftechnik 3.5 Zählweise 3.5.1 Neue Zählweise (Rallypoint) 3.5.2 Alte Zählweise 3.6 Schiedsrichter 4 Spielbetrieb
4.1 Disziplinen 4.1.1 Damen- und Herreneinzel 4.1.2 Damen- und Herrendoppel 4.1.3 Gemischtes Doppel 4.2 Saison 4.2.1 Mannschaftsaufstellung 4.2.2 Spielklassen 4.3 Ranglisten 5 Sonstiges 5.1 Fachjargon 5.2 Wissenswertes 5.3 Varianten 6 Quellen
7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 9.1 Verbände 9.2 Regelwerke und Trainingstipps Allgemeines Badminton ist
ein Rückschlagspiel für zwei Spieler (Einzel) oder vier Spieler (Doppel). Ziel des Spieles ist es, den Ball so über das Netz in die gegnerische Feldhälfte zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht regelgerecht
zurückschlagen kann. Badminton hat gewisse Ähnlichkeit mit Tennis, unterscheidet sich davon jedoch in grundlegenden spieltechnischen und taktischen Aspekten. Das Badmintonspielfeld ist, verglichen mit dem
Tennisspielfeld, deutlich kleiner. Ein Badmintonschläger ist wesentlich leichter als ein Tennisschläger. Der Spielball (Federball) darf den Boden nicht berühren. Er ist mit einem Feder- oder Plastikkranz bestückt,
wodurch er seine besonderen Flugeigenschaften erhält. Badminton stellt hohe Ansprüche an Reflexe, Grundschnelligkeit und Kondition und erfordert weiterhin für ein gutes Spiel Konzentrationsfähigkeit,
Spielwitz und taktisches Geschick. Lange Ballwechsel und eine Spieldauer ohne echte Pausen fordern eine gut entwickelte Ausdauer. Die Tatsache, dass durch den leichten Schläger Änderungen in der Schlagrichtung ohne
deutliche Ausholbewegungen zu erreichen sind, macht Badminton zu einem extrem raffinierten und täuschungsreichen Spiel. Dem schnellen Angriffsspiel ist nur durch gute Reflexe und sehr bewegliche Laufarbeit zu begegnen.
Der Wechsel zwischen hart geschlagenen Angriffsbällen, angetäuschten Finten sowie präzisem, gefühlvollem Spiel am Netz ist es, was die Faszination von Badminton ausmacht. Gezählt wird nach Punkten und nach
Sätzen. Seit 2006 wird nach einer neuen Zählweise – der so genannte Rally-Point-Methode – gezählt. Dabei wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt, und jede Partei erzielt, unabhängig vom Aufschlagsrecht, bei
einem Fehler des Gegners einen Punkt. In den Jahren davor wurden zwei Gewinnsätze bis 15 Punkte gespielt (Ausnahme Dameneinzel – bis 11 Punkte), wobei nur die aufschlagende Partei punkten konnte. Als
Fehler gilt es unter anderem, wenn der Ball das Netz nicht überfliegt oder Boden/Wand außerhalb des Spielfeldes und in den meisten Fällen auch die Decke (Ausnahmen sind Sonderregelungen bei Hallen, die aufgrund ihrer
Höhe nicht uneingeschränkt bespielbar sind) berührt, oder wenn Spieler bzw. Schläger das Netz berühren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rückschlagspielen wird bei Badminton auch dann weitergespielt, wenn der Ball
beim Aufschlag das Netz berührt, solange er danach seinen Weg weiter in das Aufschlagfeld des Gegners fortsetzt. Geschichte Bereits lange vor der Entstehung des Namens Badminton gab es Rückschlagspiele, die dem heutigen Federball ähnelten. In Indien gefundene Höhlenzeichnungen belegen, dass dort
bereits vor 2000 Jahren mit abgeflachten Hölzern kleine, mit Hühnerfedern gespickte Holzbälle geschlagen wurden. Auch bei den Inkas und den Azteken waren Rückschlagspiele mit gefiederten Bällen bekannt. In Europa zur
Zeit des Barock entwickelte sich ein unter dem Namen Battledore and Shuttlecock oder Jeu de Volant bekanntes Federballspiel zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des höfischen Adels. Ziel bei dieser Variante
des Federballspiels war es, dass zwei Spieler sich mit einfachen Schlägern einen Federball so oft wie möglich zuspielen, ohne dass dieser den Boden berührt. Ein urkundlich erwähnter Rekord aus dem Jahre 1830 beläuft
sich auf 2117 Schläge für einen Ballwechsel zwischen Mitgliedern der Somerset-Familie.Das heutige Spiel verdankt seinen Namen dem englischen Landsitz des Duke of Beaufort aus der Grafschaft
Gloucestershire. Auf diesem Landsitz mit dem Namen Badminton wurde 1872 das von dem britischen Kolonialoffizier aus Indien mitgebrachte und als Poona bezeichnete Spiel vorgestellt. 1893 wurde in England der erste
Badmintonverband gegründet, und schon 1899 fanden die ersten All England Championships statt, die heutzutage unter Badmintonanhängern den gleichen Stellenwert haben wie das Turnier von Wimbledon für die Tennisfreunde. Der neue Sport erfreute sich großer Beliebtheit. Schwierigkeiten bereitete es nur, geeignete Sportstätten zu finden. Es musste oft an ungewöhnlichen Orten gespielt werden, denn die einzigen uneingeschränkt
geeigneten Räumlichkeiten zu dieser Zeit waren Kirchen. Das hohe Mittelschiff einer Kirche bot dem Federball freie Flugbahn, und die Kirchenbänke dienten den Zuschauern als Logenplätze. Entwicklung in DeutschlandIn Deutschland wurde im Jahre 1903 der erste Badminton-Sportverein
außerhalb Englands gegründet – der Bad Homburger Badminton-Club. Mitte der zwanziger Jahre breitete sich der organisierte Badmintonsport auch auf Nordeuropa und Nordamerika aus, so dass bereits im Juli 1934 die
International Badminton Federation (IBF), der Welt-Dachverband (heute BWF), gegründet werden konnte. Die ersten Deutschen Meisterschaften fanden am 17. und 18. Januar 1953 in Wiesbaden statt. Am selben
Wochenende wurde der Deutsche Badminton-Verband (DBV) aus der Taufe gehoben, der noch im gleichen Jahr in die IBF eintrat. Erster Präsident des DBV war der Industrielle Hans Riegel aus Bonn (HARIBO). Im Mai des darauf
folgenden Jahres wurde der DBV als 26. Fachverband in den Deutschen Sportbund (DSB) aufgenommen, und 1967 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der European Badminton Union (EBU). 1958 entstand auch in der damaligen
DDR ein Federballverband, dessen Landesverbände 1990 in den DBV eingegliedert wurden. Das bedeutendste Turnier des DBV sind die seit 1955 ausgetragenen Internationalen Deutschen Meisterschaften, die German Open
(Badminton). Sie finden an wechselnden Orten statt und waren zuletzt mit einem Preisgeld von 80.000 US-Dollar dotiert. Während in den sechziger Jahren eine gewisse Stagnation der Mitgliederzahlen zu
beobachten war, erfolgte in den Siebzigern im Zuge der Erstellung zahlreicher neuer Sporthallen ein wahrer Badminton-Boom. Dieser Aufschwung mit teilweiser Verdreifachung von Mitgliederzahlen in Verbänden und Vereinen
hielt bis Ende der achtziger Jahre an, als viele Tennishallen zu Badminton-Zentren umgebaut wurden. In den Neunzigern wurde erneut eine leichte Stagnation spürbar, und seit der Jahrtausendwende sind die Mitgliederzahlen
im DBV sogar leicht rückläufig, trotz der Integration von Badminton in den Schulsport. Dem Deutschen Badminton-Verband gehören derzeit 16 Landesverbände mit etwa 218 000 Mitgliedern in 2700 Vereinen an.
Darüber hinaus gibt es ca. 4,5 Millionen Freizeitspieler ohne Vereinszugehörigkeit, die Badminton mehr oder weniger regelmäßig in einem der vielen Zentren betreiben. Badminton internationalGroße Popularität genießt Badminton in seinen europäischen und asiatischen Hochburgen England,
Dänemark, China, Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand, Indien und Korea. In diesen Ländern haben große Badminton-Veranstaltungen ähnlichen Stellenwert wie in Deutschland Fußball oder Leichtathletik. In den
Siegerlisten der bedeutenden internationalen Turniere findet man deshalb auch hauptsächlich dänische oder asiatische Namen. 1934 wurde die International Badminton Federation (IBF) als Dachorganisation gegründet. Der
Name des Verbandes wurde 2006 in Badminton World Federation (BWF) geändert. Derzeit sind 156 Nationen mit über 14 Millionen Spielern Mitglied in der BWF. Seit 1977 finden Weltmeisterschaften statt, seit
1983 alle zwei Jahre. Im Jahre 2006 wurde zu einem jährlichen Rhythmus übergegangen. Mit dem Davis-Cup im Tennis vergleichbar sind die Mannschaftsweltmeisterschaften im Badminton: seit 1949 der Thomas Cup für
Herren-Nationalteams sowie seit 1957 der Uber Cup für Damen-Nationalteams. Im Jahre 1989 wurde der Sudirman Cup ins Leben gerufen, die offizielle Nationalmannschafts-Weltmeisterschaft für gemischte Teams (Damen und
Herren). Das Turnier findet in einem zweijährigen Rhythmus statt und war ursprünglich an die Individual-WM gekoppelt. Seit 2003 wird der Sudirman Cup als eigenständige Veranstaltung ausgetragen. Die
damalige IBF führte 1983 den Grand Prix Circuit ein. Hier wurden die internationalen Meisterschaften der verschiedenen Länder zusammengefasst. Von 1983 bis 1999 wurde das Jahr stets mit dem Grand Prix Final
abgeschlossen, ein Turnier, bei dem die besten Spieler des Jahres gegeneinander antraten. Nach der Asienkrise Ende der 90er Jahre fand das Turnier nicht mehr statt. Im Jahre 2007 führte die BWF die Super Series ein, die
den Grand Prix nach 23 Jahren ablöste. Zur Super Series gehören zwölf Turniere, bei denen die Turnierveranstalter ein Mindestpreisgeld von 200.000 US-Dollar aufbringen müssen. Acht Turniere finden in Asien und vier in
Europa (England, Schweiz, Dänemark und Frankreich) statt. Die seit 1955 ausgetragenen Internationalen Deutschen Meisterschaften – German Open (Badminton) – gehören nicht mehr dazu. Sie waren 2007 mit einem Preisgeld von
80.000 US-Dollar dotiert. Olympische SportartBereits 1972 bei den
olympischen Spielen in München war Badminton als so genannte Demonstrationssportart vertreten. Doch erst nachdem es 1988 zum zweiten Mal in Seoul sehr erfolgreich der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, entschloss
sich das IOK, Badminton 1992 in Barcelona zur olympischen Disziplin zu erheben, allerdings ohne gemischtes Doppel. Erst 1996 wurden alle fünf Disziplinen bei den Spielen von Atlanta ausgetragen.
Liste der Olympiasieger im Badminton Das Spiel Spielfeld
Badmintonfeld mit Beschriftungen und Abmessungen Badmintonfeld mit Beschriftungen und Abmessungen In der Regel wird Badminton in der Halle gespielt, da schon leichte Luftbewegungen den Ball
stark beeinflussen können. Die Halle muss dabei eine Mindesthöhe von 5 m aufweisen. Üblicherweise gilt es als Fehler, wenn der Ball während des Spiels die Decke berührt, jedoch wird bei Deckenberührung beim Aufschlag
oder bei Berühren von herunterhängenden Teilen (z. B. der Deckenkonstruktion) auf Wiederholung entschieden. Erst ab 9 m Deckenhöhe ist eine Halle uneingeschränkt bespielbar und damit jede Deckenberührung ein Fehler. Das Spielfeld ist dem des Tennis sehr ähnlich, ist allerdings mit 13,40 m Länge und 6,10 m Breite deutlich kleiner. Das Netz ist nach den Regeln so zu spannen, dass die Netzhöhe an den Pfosten 1,55 m und in
der Netzmitte 1,524 m beträgt. Die Linien sind 4 cm breit und Teil des Spielfeldes, das sie begrenzen. Einzel In der Einzeldisziplin stellt die innere Begrenzungslinie die seitliche
Feldbegrenzung dar, der Aufschlag darf von der vorderen Aufschlaglinie bis zur hinteren Grundlinie ausgeführt werden. Doppel Beim Doppel ist das komplette Feld zu bespielen, der
Aufschlag muss allerdings zwischen vordere und hintere Aufschlaglinie geschlagen werden. Derzeit sind in den internationalen Badmintongremien Diskussionen im Gange, ob auch im Doppel und Mixed der Aufschlag bis zur
hinteren Grundlinie erlaubt werden soll. Schläger Badmintonschläger Die
Form des Badmintonschlägers ist mit der eines Tennisschlägers vergleichbar, ist jedoch etwas kleiner, leichter und dünner besaitet. In der einfachsten Form ist der Stahlschaft/Stahlkopf ca. 120 Gramm schwer. Gehobenere
Modelle bestehen aus einem Stück und wiegen nur noch bis zu 80 Gramm.Je härter der Rahmen, desto präziser lässt sich damit spielen. Dabei ist aber eine gute Schlagtechnik erforderlich, da bei ungenauem
Treffen des Balles Vibrationen entstehen, die durch den harten Rahmen durchgeleitet werden und unter Umständen zum sog. Tennisarm führen können. Je weicher der Rahmen, desto ungenauer ist der harte Schlag, aber desto
armschonender ist der Schläger bei normalem Spiel. Zur Bespannung bieten die Hersteller unterschiedliche Varianten an Saiten an. Im Anfängerbereich werden Schläger hauptsächlich mit einfachen, aber
günstigen Kunststoffsaiten bespannt. Fortgeschrittene und Profis verwenden eher die teureren Naturdarmsaiten oder mehrfach geflochtene Kunststoffsaiten, die bessere Ballkontrolle und längere Haltbarkeit bieten. Je nach
Spielertyp können Badmintonschläger unterschiedlich hart bespannt werden (Zugbelastung ca. 7 – 12 kg). Wegen der ovalen Form des Schlägerkopfes werden die Längssaiten eines Schlägers meist mit 0,5 – 1 kg härter bespannt
als die Quersaiten. Zur Verbesserung des Griffs wird i. d. R. ein zusätzliches Griffband eingesetzt. SpielballNaturfederbälle Naturfederbälle Shuttlecock Bei Wettkämpfen oder Turnieren wird in den höheren Spielklassen und auf internationaler Ebene mit Naturfederbällen gespielt. Der Kopf ist aus Kork, der Federkranz besteht in der
Regel aus 16 Gänse- oder Entenfedern, die in den Kork eingeklebt und miteinander verschnürt sind. Sie werden hauptsächlich in Asien handgefertigt und zeichnen sich durch besondere Flugeigenschaften aus.
Durch die spezielle Anordnung der Federn wird der ca. 5 g leichte Naturfederball während des Fluges von der durchströmenden Luft in Rotation um seine Längsachse versetzt, wodurch der Flug stabilisiert wird. Dennoch wird
er in besonderem Maße von den Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit beeinflusst. So können Flughöhe, Geschwindigkeit und damit Reichweite eines lang geschlagenen Balles in Hallen
unterschiedlicher Höhenlage stark variieren. Um solche Einflüsse zu kompensieren, sind Naturfederbälle in unterschiedlichen Geschwindigkeiten erhältlich. Vor einem Spiel testen die Spieler durch das so genannte
Durchschlagen die Geschwindigkeit der verwendeten Federbälle, indem sie mit kraftvollen Unterhandschlägen von der hinteren Grundlinie flach über das Netz geschlagen werden. Bälle, die innerhalb des Spielfelds in einem
Bereich zwischen 53 bis 99 cm entfernt von der gegenüberliegenden Grundlinie landen, haben die richtige Geschwindigkeit. Alle anderen werden bei internationalen Spielen meistens direkt aussortiert, oder es wird
versucht, die Ballgeschwindigkeit zu beeinflussen, indem man die oberen Spitzen der Federn nach außen bzw. innen biegt (knicken). Der Ball bietet dadurch mehr oder weniger Luftwiderstand und fliegt entsprechend kürzer
bzw. weiter. Es muss dafür gesorgt werden, dass stets genügend durchgeschlagene Bälle einer Sorte für die Dauer des Spiels zur Verfügung stehen. Dadurch soll vermieden werden, dass vor allem konditionsschwache Spieler
das Durchschlagen von neuen Bällen mitten in einem Satz als Erholungspause nutzen. Naturfedern brechen relativ leicht, besonders bei unsauber ausgeführten Schlägen. Bedingt durch den größeren Verschleiß
und wegen der etwas höheren Kosten von Naturfederbällen haben sich im Freizeit- und Jugendbereich Imitate aus Kunststoff durchgesetzt. Sie sind günstiger und haltbarer, haben allerdings andere Flugeigenschaften als
Naturfederbälle und bieten weniger Möglichkeiten für ein variantenreiches, schnelles Spiel. Fällt ein Echtfederball bei einem Clear (langer, hoher Ball) fast senkrecht, folgt der Kunststoffball noch weitgehend einer
parabelförmigen Flugbahn, wodurch mit einem Plastikball weite Bälle leichter erlaufen werden können. TechnikSchlägerhaltung Falscher, sog. Bratpfannengriff und richtige Schlägerhaltung (rechts)
Falscher, sog. Bratpfannengriff und richtige Schlägerhaltung (rechts) Es existieren verschiedene Möglichkeiten, den Badmintonschläger zu greifen. Typischer Anfängerfehler und aus dem Freizeitbereich
bekannt ist der so genannte Bratpfannengriff, der für effizientes Spielen nicht brauchbar ist. Vor allem Finten, geschnittene Bälle und Rückhandschläge sind mit diesem Griff nur unzureichend zu realisieren.
Bei der optimalen Schlägerhaltung bildet die Schlagfläche quasi eine Verlängerung der geöffneten Handfläche. Um dies zu erreichen, legt man die Handfläche auf die Bespannung und führt die Hand, ohne den Winkel zum
Schläger zu verändern, in Richtung Griff. Am untersten Ende kurz vor dem spürbaren Wulst umschließt die Hand den Griff. Mit dieser Griffhaltung können im Prinzip alle Vorhandschläge ausgeführt werden. Für Schläge mit
der Rückhand gibt der Daumen den nötigen Druck auf den Schläger. Ein Ausstrecken des Zeigefingers ist hierbei ein typischer Fehler, den man bei Federballspielern immer wieder beobachten kann. Bei
fortgeschrittener Spielweise sind weitere Schlägerhaltungen üblich. Der Schläger wird schlagabhängig in allen Positionen gehalten, wie z. B. der sog. Pinzettengriff für Spiel am Netz oder beim Aufschlag oder der
Rush-Griff beim Smash. Ebenso wird die Griffhaltung der Schlaghärte angepasst. Für die weiten, kräftigen Schläge wird eher an der Basis (Langgriff) zugegriffen. Bei kurzem und präzisem Netzspiel wandert die Hand dagegen
weiter den Griff nach oben (Kurzgriff). SchlagartenZum Schlagrepertoire eines guten
Badmintonspielers gehört eine Reihe von Grundschlägen, die in zahlreichen Varianten angewendet werden können. Die wichtigsten Schläge sind: Clear Langer, hoher Ball bis zur Grundlinie
als Befreiungsschlag (1); daher der Name (Clear, engl.: klar, frei). Eine Variante ist der so genannte Angriffs-Clear (2), der flacher und schnell gespielt wird, um den Gegner unter Druck zu setzen.
Drive Schneller, flacher Ball auf Augenhöhe, knapp über das Netz geschlagen (3). Verschiedene Schlagvarianten Verschiedene Schlagvarianten Smash Der klassische Angriffsschlag. Ein hart geschlagener, geradliniger Schmetterschlag steil nach unten (4). Der Ball kann dabei eine Anfangsgeschwindigkeit von über 300 km/h erreichen!
Drop Auch Stoppball genannt. Kurzer Ball knapp hinter das Netz (5). Er ist besonders wirkungsvoll, wenn bei der Schlagbewegung ein Clear oder Smash angetäuscht wird. Unterschieden werden dabei der
langsame und der schnelle Drop. Der langsame Drop wird sehr dicht hinter das Netz geschlagen und soll dem Gegner eine möglichst tiefe Schlagposition aufzwingen und es damit schwer machen, den Ball hoch in
die hinteren Regionen des Feldes zurückzubefördern. Daher wird er oft als Auftakt zum Angriffsspiel eingesetzt, da der Gegner im günstigsten Fall gezwungen ist, den Ball steil nach oben zu spielen und sich dadurch die
Gelegenheit für einen Smash bietet. Durch den langsamen Flug birgt er allerdings das Risiko, am Netz vom Gegner „getötet“ zu werden. Der schnelle Drop, auch „geschnittener Drop“, zeichnet sich durch einen schnellen
Ballflug aus, um dem Gegner wenig Zeit zu lassen, den Ball zu erreichen. Er sollte jedoch nicht weiter als bis zur vorderen Aufschlaglinie fliegen, da ansonsten der Vorteil dieses Schlages verloren geht.
Stop (Drop am Netz) Auch Netzspiel genannt. Der Ball muss so knapp wie möglich über die Netzkante gehoben werden (6). Gespielt werden können diese Schläge geradlinig (engl. longline)
oder diagonal (cross). Daraus ergeben sich typische Spielzüge, die jeder Spieler auf sich und sein Spiel abstimmt und versucht, in sein Spiel einzubauen.
SchlagbereicheDie Schlagbereiche, in denen ein Ball getroffen werden kann
Die Schlagbereiche, in denen ein Ball getroffen werden kann Bei den einzelnen Schlägen unterscheidet man auch, wo der Ball getroffen wird. Aus der Schlagart und den Schlagbereichen setzt sich die genaue
Beschreibung eines Badminton-Schlages zusammen:
Treffseite Treffbereich Schlagart Richtung (Geschnitten) VH (Vorhand) ÜK (Überkopf) Clear die Linie entlang RH (Rückhand) UH (Unterhand) Drop Cross Geschnitten
VH (Vorhand) SH Seithand Drive die Linie entlang … … … … …
AufschlagNeben den Grundschlägen aus dem Spiel heraus gibt es zahlreiche Aufschlagvarianten. Grundlegend unterscheidet man jedoch Vorhandaufschläge und Rückhandaufschläge. Bei den Vorhandaufschlägen wird
der Schläger seitlich am Körper des Spielers vorbei beschleunigt und der Ball in die Bahn des Schlägers geworfen. Dieser Aufschlag eignet sich besonders für das Einzelspiel. Im Doppel wird zumeist auf den
Rückhandaufschlag zurückgegriffen. Bei diesem wird der Schläger mit dem Griff nach oben vor dem Körper platziert, der Ball davor in Position gebracht und dann unter Einsatz des Daumens und mit einer Drehung des
Handgelenkes gespielt. Der Aufschlag beim Badminton bietet zwar kaum die Möglichkeit, direkt zu punkten wie z. B. beim Tennis, Volleyball oder Faustball. Dennoch versucht der Spieler, sich schon beim
Aufschlag einen Vorteil zu verschaffen und die Oberhand für den kommenden Ballwechsel zu gewinnen. Ein regelgerechter Aufschlag muss beim Badminton in den diagonal gegenüberliegenden Teil des Spielfelds
erfolgen. Des weiteren muss der aufschlagende Spieler mit beiden Füßen im Aufschlagfeld stehen, ohne dabei die Linien zu berühren, und den Ball unterhalb seiner Taillenhöhe treffen. Berührt der Ball beim Aufschlag das
Netz, so ist das im Gegensatz zu vielen anderen Ballsportarten kein Fehler. Kurzer Aufschlag Der kurze Aufschlag (1) ist die Standard-Spieleröffnung beim Doppel. Die Flugkurve des Balles sollte ihren höchsten Punkt vor dem Überqueren des Netzes haben und möglichst flach sein, so dass es dem Gegner
nicht oder nur schwer möglich ist, mit einem direkten Angriff zu reagieren. Ein getäuschter (z. B. geschnittener) kurzer Aufschlag Richtung Außenlinie kann gerade im Doppel als erfolgreiche Variante eingesetzt werden,
wenn der Gegner versucht, die Angaben besonders aggressiv zu attackieren. Verschiedene Aufschlagvarianten Verschiedene Aufschlagvarianten Drive-Aufschlag
Ein Überraschungsaufschlag, bei dem versucht wird, durch einen schnellen, harten und möglichst flachen Aufschlag z. B. die Rückhandseite des Gegners anzuspielen oder direkt auf den Körper zu treffen (2). Der Schläger
wird dabei möglichst hoch genommen, muss aber der Regel genügen, dass der Schlägerschaft abwärts gerichtet ist (Griff oben) und der Ball unterhalb der Taille getroffen wird. Eine Variante ist der Drive-Aufschlag vom
Spielfeldrand (3). Der von der Seite kommende Ball ist schwer abzuschätzen, und die Aufschlagannahme ist schwierig, wenn der Ball auf die Rückhandseite gespielt wird. Swip-Aufschlag
Bei dieser Variante wird ein kurzer Aufschlag angetäuscht, der Schläger aber im letzten Moment aus dem Handgelenk beschleunigt und der Ball überfliegt den Gegner (4). Der Aufschlag muss dabei so ausgeführt werden, dass
der Gegner den Ball nicht schon im Vorbeiflug erwischt, sondern nur im Zurücklaufen. Die Flugbahn sollte auch nicht zu hoch sein, um dem Gegner möglichst wenig Zeit zum Erlaufen des Balles zu geben. Misslingt dieser
risikoreiche Aufschlag, beendet meist ein Smash den Ballwechsel zu Ungunsten des Aufschlägers. Hoher Aufschlag Dieser Aufschlag ist die Standard-Spieleröffnung im Einzel (5). Der Ball
wird kraftvoll möglichst hoch und bis zur hinteren Grundlinie des Feldes geschlagen. Im Idealfall ist der höchste Punkt der Flugkurve kurz vor der Grundlinie. Der Gegner wird so gezwungen, zum Erreichen des Balles bis
zum Spielfeldende zu laufen. Der schnelle und steile Fall des Balles erschwert zudem das Abschätzen des optimalen Balltreffpunktes für den Rückschlag. LauftechnikUm aus der Ausgangsposition, der Spielfeldmitte, schnell die Feldecken erreichen zu können, ist eine ausgefeilte Lauftechnik erforderlich. Im
Laufe der Zeit entwickelten sich, vor allem in den international erfolgreichen Badminton-Nationen, unterschiedliche Lauftechniken. So bevorzugten etwa die Engländer noch bis vor einigen Jahren lange, weiche,
raumgreifende Schritte ohne Sprünge, während die Chinesen Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts dazu übergingen, schnelle, kurze Schritte kombiniert mit einem abschließenden Sprung zum Ball in ihr Spiel zu
integrieren. Diese Techniken wurden von den meisten asiatischen Spielern erfolgreich kopiert, da für sie die englischen Schrittfolgen aufgrund ihrer meist geringeren Körpergröße nicht hinreichend effektiv waren. Gute Lauftechnik zeichnet sich dadurch aus, dass der Spieler möglichst schnell und mit geringem Energieaufwand den Ball erreicht und anschließend zur Spielfeldmitte zurückkehrt. Automatisierte Schrittfolgen
sorgen dafür, dass dies kraftsparend, raumgreifend und effektiv geschieht, sind jedoch kräfteintensiv und nur durch jahrelanges Training zu erreichen. Zentrale Elemente der Lauftechnik sind: Ausfallschritt Um einen Ball im vorderen oder seitlichen Spielfeldbereich zu erreichen,
stellt der Spieler am Ende seiner Vorwärtsbewegung das sich auf der Schlaghandseite befindliche Bein mit einem großen Ausfallschritt nach vorne, ähnlich wie ein Fechter beim Stoß. Dadurch bremst er abrupt seine
Vorwärtsbewegung ab und kann nach dem Schlag sofort wieder in eine Rückwärtsbewegung übergehen. Umsprung Mit dieser Technik wird die Rückwärtsbewegung nach einem Schlag gestoppt. Beim
Schlag findet während des Sprungs eine Drehung der Hüften statt, und das Bein, das sich auf der entgegengesetzten Körperseite der Schlaghand befindet, wird nach hinten gestellt, um die Rückwärtsbewegung abzufedern und
den Körper wieder nach vorne zu beschleunigen. Chinasprung Diese Technik wurde in China entwickelt und dient dazu, einen Ball im Sprung zu erreichen. Im Gegensatz zum Umsprung wird
die Bewegung jedoch mit dem Bein auf der Schlaghandseite gestoppt, was wegen der leichten Verdrehung des Oberkörpers beim Schlag anatomisch gesehen zwar ungünstig, aber in der Praxis dennoch effektiv ist. Sowohl der
Absprung als auch die Landung finden hier immer mit beiden Beinen gleichzeitig statt. Ein Chinasprung kann sowohl parallel zum Netz auf die Vorhand- und Rückhandseite als auch diagonal nach hinten erfolgen. Der Schlag,
der während des Sprunges ausgeführt wird, ist jedoch immer ein Vorhandschlag. Sprung-Smash Eine weitere chinesische Technik. Der Spieler springt beidbeinig hoch in die Luft und
schlägt den Ball mit vollem Körpereinsatz ins gegnerische Feld, ähnlich wie beim Smash im Volleyball. Untersuchungen haben ergeben, dass hierdurch zwar keine höheren Geschwindigkeiten erzeugt werden können, jedoch kann
der Spieler einen früheren Treffpunkt und einen besseren Winkel erreichen. ZählweiseIm
Badminton wird, wie auch im Tennis oder Volleyball, nach Sätzen gespielt. Die seit dem 1. Februar 2006 internationalen IBF-Wettkämpfen testweise eingeführte sogenannte Rallypoint-Zählweise (auch Running Score genannt)
ist seit der letzten Generalversammlung der IBF am 6. Mai 2006 in Tokio für alle IBF-Mitgliedsverbände gültig. Im Bereich des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) gilt die neue Zählweise seit dem 1. August 2006, also
seit der Saison 2006/2007. Durch die vorher geltende Regel, dass Punkte nur bei eigenem Aufschlagrecht erzielt werden konnten, variierte die Spieldauer sehr stark, wodurch die Einhaltung eines Spielplanes
z. B. bei Turnieren nur schwer zu erreichen war. Bei einem Feldtest während der Dutch International 2006 zeigte sich, dass zwar kurze Spiele im Durchschnitt etwas länger dauern als bei der alten Zählweise. Über ein
ganzes Turnier gerechnet verringert sich jedoch die durchschnittliche Spielzeit bei der Rallypoint-Zählweise um ca. 10 min pro Spiel. Insgesamt vereinfacht sich die Planung und Organisation von Turnieren durch die einheitlichere Spieldauer.Ein weiterer Grund für die Einführung der neuen Zählweise war, dass das Verschleppen
eines Spielstandes für konditionsschwache Spieler nun nicht mehr möglich ist. Dadurch soll dem Leistungsgedanken vermehrt Rechnung getragen werden. Nicht zuletzt führt auch dies zu einer verkürzten Spielzeit. Neue Zählweise (Rallypoint)Jede Partei kann unabhängig
vom Aufschlag punkten. Es werden zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte je Satz gespielt. Eine Partei hat einen Satz gewonnen, wenn sie als erste 21 Punkte erreicht und dabei mindestens 2 Punkte mehr als die gegnerische Partei
hat. Bei 21:20 wird das Spiel solange verlängert, bis eine Partei mit 2 Punkten führt (bis maximal 30 Punkte). Ein Satzergebnis von 30:29 ist demnach möglich. Für jeden gewonnenen Ballwechsel wird ein
Punkt vergeben. Zusätzlich erhält die Partei, die den vorangegangenen Ballwechsel für sich entschieden hat, das Aufschlagsrecht. Zu Beginn des Spiels wird ausgelost, wer Seitenwahl bzw. den ersten
Aufschlag erhält. Eine gängige Methode der Auslosung ist, einen Badmintonball hochzuwerfen oder ihn umgekehrt auf die Netzkante zu legen und fallen zu lassen. Diejenige Partei, zu welcher der Korkfuß des Balles zeigt,
darf wählen, ob sie den ersten Aufschlag machen möchte, ob sie den ersten Rückschlag machen möchte oder auf welcher Feldhälfte sie beginnen möchte (Seitenwahl). Die andere
Partei entscheidet sich für eine der verbleibenden Möglichkeiten. Die Auslosung kann statt mit einem Federball auch mit einem anderen Los stattfinden. Bei der Seitenwahl ist es aus taktischen Gründen sinnvoll, zunächst
auf der Seite mit der „schlechteren“ Sicht zu spielen, weil man dann in der Schlussphase eines möglichen dritten Satzes auf der „besseren“ Seite spielen darf. Die in anderen Rückschlagspielen weitgehend
unbekannte Regelung, sich zwischen erstem Aufschlag und erstem Rückschlag entscheiden zu dürfen, hatte hauptsächlich nach der früheren Zählweise in den Doppeldisziplinen seinen Sinn, als man Punkte nur bei Besitz des
Aufschlagrechts erzielen konnte. Eine weitere Neuerung ist die Erweiterung der Coaching-Regel. Ein am Feld sitzender Coach darf nun auch zwischen den Ballwechseln seinem Spieler durch Zuruf Ratschläge
erteilen. Dies darf jedoch nicht den Gegner stören und darf auch nicht während eines laufenden Ballwechsels passieren. Es gibt noch weitere Änderungen. Der Deutsche Badmintonverband publiziert die Regeln
nicht selbst. Allerdings ist auf den Seiten von diversen Landesverbänden die Einsicht und der Download der ab dem 1. August 2006 gültigen Regeln möglich.
Alte ZählweiseBis zum 31. Juli 2006 konnte ein Punkt nur von der Partei erzielt werden, die auch den
Aufschlag ausführt. Machte die aufschlagende Partei einen Fehler, verlor sie ein Aufschlagsrecht. Beim Doppel hatte jede Partei zwei Aufschlagsrechte: eins pro Spieler, beginnend bei dem Spieler, der zu diesem Zeitpunkt
rechts stand. Ausnahme: Bei einem Fehler nach dem allerersten Aufschlag eines Satzes wechselte das Aufschlagsrecht direkt zur gegnerischen Partei. Ein Satz galt in der Regel als gewonnen, wenn eine Partei
15 Punkte erlangt hatte. Ein Spiel war gewonnen, wenn eine Partei zwei Sätze für sich entschied. Nach jedem Satz erfolgte Seitenwechsel. Bei einem Entscheidungssatz (3. Satz) wurde die Seite gewechselt, wenn eine Partei
8 (im Damen-Einzel 6) Punkte erreicht hatte. Sonderregel „Verlängerung“: Bei einem Spielstand von 14:14 konnte die Partei auf 17 verlängern, die den Spielstand von 14 Punkten zuerst erreicht hatte. Wurde
auf dieses Recht verzichtet, dann endete das Spiel bei 15 Punkten. Eine noch ältere Regel, zusätzlich bereits beim Spielstand von 13:13 auf 18 zu verlängern, wurde Ende der 90er Jahre gestrichen. Durch
diese alte Regel erklären sich Satzergebnisse früherer Spiele von z. B. 18:17. SchiedsrichterSchiedsrichter (Badminton) Ein Badmintonspiel wird in den höheren Spielklassen und im internationalen Wettkampf von einem Schiedsrichterteam („Technische Offizielle“) geleitet.Der Schiedsrichter sitzt, ähnlich wie beim Tennis, auf einem Hochstuhl und ist für den Ablauf des Spiels, für das Spielfeld und für direkt zum Spielfeld gehörende Dinge verantwortlich. Er wird von einem
Aufschlagschiedsrichter unterstützt, der speziell den aufschlagenden Spieler beobachtet und eventuelle Regelverstöße durch den Ruf Fehler und entsprechende Handzeichen meldet. Darüber hinaus sind für jede
Spielfeldhälfte bis zu fünf Linienrichter eingeteilt, die Seiten-, Mittel- und Grundlinien beobachten und Aus-Bälle ebenfalls durch Ruf- und Handzeichen melden. In unteren Spielklassen oder bei Turnieren
kann von dieser aufwändigen Regel abgewichen werden. Dann leitet entweder ein einzelner Schiedsrichter eine Partie, oder die Spieler entscheiden selbst über Regelverstöße, Gut- oder Aus-Bälle. Da jeder vom anderen
dieselbe Fairness erwartet, die er selbst zu geben bereit ist, ist diese Regelung durchaus praktikabel und bewährt. Selbst in der Badminton-Bundesliga wird typischerweise nur mit einem Schiedsrichter und ggf. einigen
Linienrichtern für kritische Linien gearbeitet. Spielbetrieb
DisziplinenBadminton wird wettkampfmäßig in fünf verschiedenen Disziplinen ausgetragen:
Damen-Einzel Herren-Einzel Damen-Doppel Herren-Doppel Gemischtes Doppel (Mixed) Die
Bezeichnung und Anzahl der Spielklassen, in denen Badminton wettkampfmäßig betrieben wird, ist abhängig von den Ländern bzw. Landesverbänden. In den deutschsprachigen Ländern wie folgt: Deutschland 1) Österreich 2) Schweiz 1. Bundesliga 1. Bundesliga (Nord und Süd) NLA 2. Bundesliga 2. Bundesliga (ab Saison 2006/2007) NLB (West und Ost) Regionalligen (Nord, West, Mitte, Südost Ost und Südost Süd) Landesligen 1. Liga
Oberligen (Nord A, Nord B, Mitte, Südwest) Landesklassen 2. Liga Verbandsligen 3. Liga Landesligen 4. Liga
Landesklassen 5. Liga 3) Bezirksligen 6. Liga 3) Bezirksklassen Kreisligen (Kreisklassen)
1) Die Bezeichnung und Anzahl der einzelnen Spielklassen kann je nach Bundesland variieren.
2) Die Landesligen und -klassen sind nicht einheitlich und von den jeweiligen Ländern abhängig 3) Die 5. und die 6. Liga sind Hobbyligen und erst in den letzten Jahren entstanden. Die Resultate werden für
die offizielle Klassierung nicht gewertet. RanglistenUnabhängig von der Saison werden Ranglistenturniere in allen fünf
Disziplinen ausgetragen. Für die nationalen Ranglisten unterschiedlicher Spielstärken qualifiziert man sich durch die Teilnahme in einer Liga höherer Spielstärke oder durch den Erwerb einer entsprechenden Anzahl an
Ranglistenpunkten durch erfolgreiche Teilnahme an den Ranglistenturnieren geringerer Spielstärke. In der Badminton-Weltrangliste werden alle Badmintonspieler gelistet, die in den zurückliegenden 12 Monaten
an mindestens zwei der von der International Badminton Federation dafür anerkannten, internationalen Turnieren teilgenommen haben. Die für das Ranking ausschlaggebende Punktzahl ergibt sich aus der Platzierung bei diesen Turnieren.Hohe Platzierungen in der Weltrangliste berechtigen zur Teilnahme an den Olympischen Spielen und den
Weltmeisterschaften der einzelnen Disziplinen. Sonstiges
FachjargonInnerhalb der Badmintonszene haben sich zwecks einfacher Verständigung unter Spielern und Trainern
zahlreiche Begriffe entwickelt, um badmintonspezifische Sachverhalte zu bezeichnen: Bratpfannengriff Anfänger-Schlägerhaltung, bei der Rückhandschläge fast unmöglich sind. Wird in
Ausnahmefällen beim Töten oder Wischen benutzt. China-Sprung Schlag im seitlichen Sprung und Landung nicht im Umsprung, sondern Bein auf Schlaghandseite fängt den Sprung ab. Heben Spiel am Netz: Leichtes Anheben des Balles, so dass er ohne zu Trudeln so knapp wie möglich über die Netzkante fliegt. IGEA Isoliert gespannte
erregte Aktionsbereitschaft: Grundhaltung eines Spielers, in der er den gegnerischen Ball erwarten soll. Pinzettengriff Schläger wird mit den Fingerspitzen gehalten. Bevorzugte
Schlägerhaltung beim Spiel am Netz, besonders beim Stechen. Stechen Der Ball wird beim Spiel am Netz mit einer ruckartigen Vorwärtsbewegung ins Trudeln gebracht und dabei so knapp wie
möglich über das Netz befördert. Durch das Trudeln ist er für den Gegner nur schwer zu kontrollieren. T (T-Punkt) Sinnbild für die vordere Aufschlaglinie in Verbindung mit der
Mittellinie. Der T-Punkt ist der Kreuzungspunkt beider Linien. Ca. eine Schrittlänge dahinter befindet sich die Grundposition (ideale Ausgangsposition zur Erwartung des gegnerischen Balles). Töten Beenden des Ballwechsels durch schnelle, peitschenartige Bewegung des Schlägers vorne am Netz, der Ball wird steil nach unten geschlagen. Wischen Eine Variante des
Tötens, bei der man, um das Netz nicht zu berühren, den Ball mit einer schnellen scheibenwischerähnlichen Bewegung trifft. WissenswertesBadminton kann als eine der Sportarten angesehen werden, die höchste Ansprüche an den Spieler stellt. Um auch auf hohem Niveau siegreich sein zu
können, werden ihm nicht nur körperliche Fähigkeiten unterschiedlichster Prägung abverlangt, sondern auch besondere geistige und charakterliche Voraussetzungen. Das in der Badminton-Szene viel zitierte, oft vereinfacht
oder unvollständig wiedergegebene Zitat von Martin Knupp, einem Autor vieler Badminton-Lehrbücher, soll dies verdeutlichen: „Ein Badmintonspieler sollte verfügen über die Ausdauer eines Marathonläufers,
die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Hochspringers, die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmiedes, die Gewandtheit einer Artistin, die Reaktionsfähigkeit eines Fechters, die
Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, die Rücksichtslosigkeit eines
Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers. Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute
Badmintonspieler.“ – Martin Knupp: Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986Diese metaphorisch
formulierten Ansprüche werden, zumindest was die körperliche Fitness betrifft, durch einen wissenschaftlich nicht bestätigten Vergleich dänischer Sportjournalisten untermauert. Verglichen wurde das Badminton-WM-Finale
von 1985 in Calgary zwischen Han Jian (China) und Morten Frost (Dänemark) mit dem Tennis-Endspiel von Wimbledon im gleichen Jahr zwischen Boris Becker und Kevin Curren. Die Analyse beider Spiele liefert interessante
Hinweise auf die Belastung bei beiden Sportarten[2]: Tennis: Becker – Curren Badminton: Han – Frost Ergebnis 6:3, 6:7, 7:6, 6:4 14:18, 15:10, 15:8
Gesamtdauer 3 Std 18 min 1 Std 16 min Reine Spielzeit 18 min (= 9 %) 37 min (= 48 %) Ballwechsel 299 146 Ballberührungen (Schläge) 1004 1972 Ballberührungen pro Ballwechsel 3,4 13,5 Gelaufene Strecke ca. 3,2 km ca. 6,4 km Bemerkenswert ist hierbei die Tatsache, dass die Badmintonspieler in weniger als
der halben Spieldauer etwa doppelt so viel liefen und etwa doppelt so viele Ballberührungen hatten. Dies ist allerdings vor dem Hintergrund der Tatsache zu sehen, dass Rasentennisspiele wie das hier zum Vergleich
herangezogene Wimbledon-Finale in dieser Beziehung für die Sportart Tennis eher untypisch sind. Besonders bei aufschlagstarken Serve&Volley-Spielern wie Becker und Curren sind auf diesem Belag die Ballwechsel und
damit die Laufwege extrem kurz, und die körperliche Belastung ist entsprechend niedrig. VariantenIn den letzten Jahren haben sich, zum Teil aus kommerziellem Interesse, einige Varianten des Badmintonsports gebildet: Beachminton Beachminton (engl. „beach“: Strand)
wurde 1997 erfunden und wird im Sand ausgetragen. Damit das Spiel auch außen, vornehmlich am Strand, ausgetragen werden kann, ist der Spielball im Vergleich zum Badmintonball deutlich weniger windanfällig.
Speedminton „Speedminton“ ist der Markenname der Sportart Speed Badminton und wird von der Berliner Firma Speedminton GmbH hergestellt und vertrieben. Ziel war es auch hier, eine Badmintonvariante
zu entwickeln, die im Freien gespielt werden kann. Gespielt wird mit einem Schläger ähnlich dem Squash-Schläger, einem wenig windanfälligen Ball (dem so genannten Speeder) und ohne Netz. Die beiden Feldhälften liegen
23,8 Meter auseinander; durch andere Flugeigenschaften und anderes Equipment vermischen sich bei Speedminton neben Elementen des Badmintons auch Aspekte des Squash und Tennis. Die Speedminton-Bälle sind
kleiner, aber dafür massiver als normale Badmintonbälle. So genannte Matchbälle, das heißt Bälle, die speziell für Wettkämpfe hergestellt wurden, erreichen im Idealfall bis zu 290 km/h. Eine Variante dieses Spiels heißt
Blackminton und wird in einem dunklen, mit Schwarzlicht ausgeleuchteten Raum gespielt. Zu sehen sind Spielgerät, Feld und Spieler durch die Benutzung von fluoreszierenden Materialien und Farben. Um die Bälle zum
Leuchten zu bringen, werden so genannte Speedlights, ähnlich Knicklichtern beim Angeln, in die Kappe geladen. VerbändeBadminton World Federation - Seite des Welt-Badminton-Verbandes badminton.de – Seite des Deutschen Badminton-Verbands e. V.
badminton.at – Seite des Österreichischen Badminton-Verbandes swiss-badminton.ch – Seite des Schweizerischen Badminton-Verbandes alles aus Wikipedia ((((((( von Saarbrücken aus |
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